Mittlere Kindheit (7-10)

Umgang mit Einzelgängern

 

Sowohl in der Schule als auch in der Freizeit ist ein funktionierendes Sozialverhalten entscheidend für Kinder. Der Teamgeist ist jedoch nicht bei jedem Kind gleich stark ausgeprägt. Kinder haben eine ganz unterschiedliche Vorstellung von optimalem Freizeitspass, manche lieben Gruppenerlebnisse, andere möchten eher allein oder nur zu zweit agieren. Ebenso unterschiedlich wirken sich die Vorlieben auch auf das Arbeiten in Gruppen aus.

 

Sowohl in der Schule als auch in der Freizeit ist ein funktionierendes Sozialverhalten entscheidend für Kinder. Der Teamgeist ist jedoch nicht bei jedem Kind gleich stark ausgeprägt. Kinder haben eine ganz unterschiedliche Vorstellung von optimalem Freizeitspass, manche lieben Gruppenerlebnisse, andere möchten eher allein oder nur zu zweit agieren. Ebenso unterschiedlich wirken sich die Vorlieben auch auf das Arbeiten in Gruppen aus. Die einen können sich gut ein- und auch mal unterordnen – sie finden in jeder Gruppe schnell ihren Platz. Andere tun sich damit schwerer. Wenn es nicht nach ihren Vorstellungen geht, geht oft gar nichts mehr. Dann verbringen sie den Nachmittag lieber mit einem Buch oder einem Computerspiel im Zimmer, als sich halbherzig dem „Gruppendruck“ unterzuordnen.


Teamgeist und Gruppenarbeit

Das zeigt sich aber auch in der Schule. Wenn es darum geht, schulische Inhalte in der Gruppenarbeit umzusetzen, tun sich Einzelgänger schwer. Am liebsten machen sie alles allein. Einen Teilaspekt einer Aufgabe zu bearbeiten oder etwas zu delegieren, fällt ihnen nicht leicht. Entweder ziehen sie sich schnell aus der Gruppe zurück, oder es gibt Diskussionen und Streit. Konflikte in der Zusammenarbeit mit anderen sind vorprogrammiert. Auch Einzelgänger müssen bis zu einem gewissen Grad lernen, sich mit anderen zu arrangieren.


Veränderungen sind schwer

Es ist sicher nicht einfach, dass ein Kind gegen seinen Willen und seine Persönlichkeitsstruktur verändert. Trotzdem kann es nicht schaden, wenn Kinder gerade in den Bereichen gefördert und unterstützt werden, die ihnen nicht so liegen. Würden solchen Kindern keinerlei Gruppenerfahrungen ermöglicht, weil man das Kind von anderen abschottet und ihm keine Anreize gibt, könnte sich das negativ auswirken. Wichtige Fähigkeiten, die durch den Umgang mit anderen Kindern gefördert werden, könnten sonst verkümmern.



Anspruch an die Gruppe                                          

  • etwas mit anderen teilen

  • zuverlässig seine Konflikte austragen und bereinigen

  • Kritik einstecken können andere Meinungen gelten lassen

  • abwarten, bis man an der Reihe ist

  • anderen beistehen •loyal sein fair und ehrlich gegenüber dem Team sein

Regelmässige Erfahrungen mit anderen Kindern, Spielen und Arbeiten in der Gruppe, gemeinsame Ausflüge und die Teilnahme an einem passenden Freizeitangebot bewirken, dass Einzelgänger diese Fähigkeiten trainieren.

Hobbys für die Förderung von Einzelgängern!

  • Mannschaftssportarten sind ohne Teamgeist nicht denkbar, denn hier muss sich jeder Spieler auf den anderen verlassen können. Training und Wettbewerbe fordern von den Mitspielern einen intensiven Kontakt zu den anderen Mann-schaftskameraden. Für Kinder, denen das zu viel Kontakt ist, eignen sich andere Hobbys, auch Einzelsportarten, besser. Bei diesen Freizeitangeboten lernen Kinder auch, sich mit anderen zu arrangieren, ohne zu dicht miteinander arbeiten zu müssen.
  • Kampfsportarten: Judo, Taekwondo, Karate & Co. bieten Ihrem Kind regelmässiges Training in der Gruppe, ein Team und einen Trainer, ohne dass der eigentliche Wettbewerb in der Gruppe ausgeübt wird.
  • Kochen: In einem Kinderkochkurs ist Ihr Kind Teil einer Gruppe, kann aber seine Gerichte (unter Anleitung) ganz allein vor- und zubereiten.
  • Tierhof: Der Umgang mit Tieren gefällt Einzelgängern oft sehr gut. Z.B. beim Reiten sind sie zwar Teil einer Gruppe, auf dem Pferd oder Pony reiten sie aber ganz alleine. Hier hilft auch das Übernehmen von Aufgaben, sich als verantwortungsbewusster Teil einer Gruppe zu beweisen.