Alleinerziehend - na und?

 

Früher fanden vor allem alleinerziehende Mütter kaum Unterstützung und hatten meist mit massiven Vorurteilen zu kämpfen.

 

Man sprach ihnen schlicht die Fähigkeit ab, einen Beruf auszuüben, den Haushalt zu schmeissen und dabei den Kindern auch noch das richtige Benehmen beizubringen.

 

Die Väter hatten es in diesem Punkt etwas besser - sie standen da bereits in einer besseren Position. Heute ist es zwar für alleinerziehende Mütter und Väter allgemein etwas leichter geworden und sie werden im Alltag nicht mehr so stark benachteiligt. Viele Arbeitgeber nehmen heute beispielsweise bis zu einem gewissen Grad und soweit möglich Rücksicht bei der Arbeitszeiten-Gestaltung. Trotzdem - auch heute müssen Alleinerziehende ihre Tages- und Wochenabläufe gut planen. Dazu finden Sie hier Tipps, Anregungen und allerlei Wissenswertes.

Knaben brauchen auch Männer als Vorbild


Es ist gar nicht so einfach, ein Mann zu werden. Knaben müssen oft zehn Jahre und älter werden, bis sie erstmals regelmässig mit Männern in Kontakt kommen. Dabei belegen Studien, wie entscheidend Männer und speziell Väter die Entwicklung der Knaben beeinflussen – auch nach einer allfälligen Scheidung!


Jahrzehntelang galten die Mädchen als das schwächere Geschlecht. Jetzt sieht es aber immer mehr danach aus, als ob die Knaben in Not wären. Nach Jahren der Mädchenförderung geraten sie an Schulen nämlich immer mehr ins Hintertreffen. Statistiken belegen: Mädchen haben bessere Noten, bleiben weniger sitzen, sind weniger in Sonderschulen, machen mehr Matura und überwiegen in der Zwischenzeit auch bei den Studierenden. Buben legen öfter unterwünschtes Verhalten an den Tag, stören den Unterricht mehr, neigen eher zu Gewalt und landen auch öfter beim Schulpsychologen.

 

Dies ist nicht erstaunlich, weil den Buben oft die Vorbilder fehlen. In einem Erziehungsumfeld, das fast nur noch weiblich ist, fehlt ihnen Wesentliches. Entgegen aller Behauptungen, ist auch die Schule nicht sehr jungenfreundlich. Im Alter mit dem grössten Bewegungsdrang müssen sie still fast immer sitzen und feinmotorisch arbeiten. Kein Wunder, benehmen sie sich oft daneben.

 

Jungen brauchen viel Zuwendung, aber auch Grenzen. Zu viel Zuwendung macht schwach oder süchtig, zu viele Grenzen machen hart und kalt. Es muss ganz klar sein, wer das Sagen hat, welche Regeln gelten, wie sie gerecht durchgesetzt werden. Wenn dann dazu noch Zuwendung, Lob und Anerkennung kommen, dann hat die Knabenseele alles, was sie braucht. Besonders wichtig ist auch das Beispiel der Väter und Männer, gerade weil Knaben von der Mutter über die Kindergärtnerin bis zur Volksschullehrerin meist von Frauen erzogen werden.




Sieben gute Tipps für Väter:

  1. Bleiben Sie im Umgang mit Ihren Kindern „Mann“, versuchen Sie nicht die Mutter zu imitieren.
  2. Entwickeln Sie Eigenes im Umgang mit Ihren Kindern.
  3. Erinnern Sie sich, was Ihnen als Kind Spass gemacht hat, und realisieren Sie solches.
  4. Väter brauchen „mütterfreien Raum“ – nehmen Sie sich Zeit, mit den Kindern auch alleine zu sein.
  5. Schicken Sie Ihre Partnerin einmal pro Jahr eine Woche in die Wellnessferien – ohne Sie und die Kinder. Schmeissen Sie dann den „Laden“ ganz nach Ihren Vorstellungen.
  6. So bereiten Sie sich am besten auf die Pubertät Ihrer Buben vor: Erinnern Sie sich daran, wie Sie in jenem Alter waren, dann wird Sie nichts mehr wundern.
  7. Entdecken Sie Ihr „Kind im Manne“ – es ist Grundvoraussetzung für kindgerechtes Spielen und hält zudem jung.

         Quelle: Alltagstipps

 


Vaterlose Mädchen und die Pubertät


Mädchen aus einem vaterlosen Haushalt bekommen früher ihre Tage als Mädchen, die mit ihrem biologischen Vater zusammen aufwachsen. Das haben Forscher beobachtet. Auch Stiefbrüder und der Einfluss der Grossstadt spielen eine Rolle. Hinter der früheren Reife vermuten die Wissenschaftler einen Schutzmechanismus.


Wissenschaftler der Pennsylvania State University in den USA haben herausgefunden, dass bei Mädchen, die ohne Vater aufwachsen, die erste Menstruation im Schnitt drei Monate früher einsetzt. Der Zeitpunkt der ersten Periode war umso früher, je früher der Vater die Familie verlassen hatte. Das Forscherteam um Robert Matchcock befragte Studentinnen nach dem Zeitpunkt ihrer ersten Blutung, der Zusammensetzung ihrer Familie und ihrem sozialen Umfeld.


Schutz vor Inzucht

Die Forscher gehen davon aus, dass vom Vater ausgesandte Duftstoffe die Sexualentwicklung der Tochter beeinflussen. Anwesende Väter hemmen diese Entwicklung. Vom evolutionären Blickpunkt aus gesehen könnte der Mechanismus zur Verhinderung von Inzucht entstanden sein. Bekannt ist diese Situation bei Nagetieren, bei denen die Pheromone der Vatertiere die Reife ihrer weiblichen Nachkommen verzögern. So kommt das Vatertier nicht in Versuchung, sich mit seinem eigenen weiblichen Nachwuchs zu paaren.


Die Präsenz von leiblichen Brüdern in der Familie hatte keine Auswirkung auf den Zeitpunkt, zu dem die Pubertät einsetzte. Halb- oder Stiefbrüder und der Faktor Stadtleben hingegen schon. Daraus leiten die Forscher eine weitere Vermutung ab: Die Körper von Mädchen, die intensiv den Duftstoffen nicht verwandter Männer ausgesetzt sind, beschleunigten die Sexualentwicklung.


Quelle: spiegel.de